Nachschlagewerk · Prüfungsvorbereitung
Fachbegriffe verständlich erklärt
Begriffe aus den gemeinsamen Lernfeldern und der Fachrichtung Systemintegration – ausgeschrieben, eingeordnet und für die Wiederholung aufbereitet.
Korrigierter Überblick
Aufbau der gestreckten Abschlussprüfung
Die Prüfung besteht aus Teil 1 und Teil 2. Präsentation und Fachgespräch bilden keinen eigenständigen „Teil 3“, sondern gehören zum Projektprüfungsbereich in Teil 2.
Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes
90 Minuten
Planen und Umsetzen eines Projektes der Systemintegration
Projekt und Dokumentation: höchstens 40 Stunden; Präsentation und Fachgespräch: zusammen höchstens 30 Minuten, Präsentation höchstens 15 Minuten
Konzeption und Administration von IT-Systemen
90 Minuten
Analyse und Entwicklung von Netzwerken
90 Minuten
Wirtschafts- und Sozialkunde
60 Minuten
Suchen und filtern
Fachbegriffe nach Lernfeld
Die Sammlung ist bewusst FISI-spezifisch. Inhalte der Fachrichtung Digitale Vernetzung wurden nicht als FISI-Lernfelder ausgegeben.
201 Begriffe werden angezeigt.
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Das Unternehmen und die eigene Rolle im Betrieb beschreiben
10 Begriffe
| Begriff | Ausgeschrieben | Erklärung und Einordnung |
|---|---|---|
| Aufbauorganisation | – | Struktur eines Unternehmens (Hierarchie, Abteilungen) |
| BBiG | Berufsbildungsgesetz | Gesetzliche Grundlage der Berufsbildung in Deutschland; regelt unter anderem Berufsausbildung, Prüfungen sowie Rechte und Pflichten der Beteiligten. |
| Duales System | – | Ausbildung parallel in Betrieb und Berufsschule |
| Fachinformatiker-Fachrichtungen | – | Anwendungsentwicklung, Systemintegration, Digitale Vernetzung, Daten- und Prozessanalyse |
| Geschäftsprozess | – | Abfolge von Aktivitäten zur Erreichung eines Unternehmensziels |
| Gestreckte Abschlussprüfung | – | Die Abschlussprüfung ist in Teil 1 und Teil 2 gegliedert. Teil 1 ersetzt die frühere Zwischenprüfung und fließt in das Gesamtergebnis ein. |
| Produktionsfaktoren | – | Arbeit, Betriebsmittel, Werkstoffe – Grundlagen der betrieblichen Leistungserstellung |
| SWOT-Analyse | Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats | Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken-Analyse zur Marktpositionierung |
| Wertschöpfungsprozess | – | Prozess, der den Wert eines Produkts/einer Leistung erhöht |
| Wirtschaftskreislauf | – | Modell des Güter- und Geldflusses zwischen Haushalten, Unternehmen, Staat |
Arbeitsplätze nach Kundenwunsch ausstatten
20 Begriffe
| Begriff | Ausgeschrieben | Erklärung und Einordnung |
|---|---|---|
| Cache | – | Sehr schneller Zwischenspeicher, der häufig benötigte Daten näher an der Verarbeitungseinheit bereithält. |
| Desktop as a Service | – | Bereitstellung virtueller Arbeitsplätze als Cloud-Dienst |
| ECC-RAM | Error-Correcting Code Random Access Memory | Arbeitsspeicher, der bestimmte Bitfehler erkennen und korrigieren kann. |
| EVA-Prinzip | – | Eingabe – Verarbeitung – Ausgabe: Grundprinzip der Datenverarbeitung |
| Green-IT | – | Umwelt- und ressourcenschonender Einsatz von IT |
| Konfiguration | – | Zusammenstellung/Einstellung von Komponenten, Geräten und Programmen für einen Zweck |
| Lastenheft | – | Vom Auftraggeber erstelltes Dokument: was gefordert wird |
| Mainboard | – | Hauptplatine, verbindet alle Computerkomponenten |
| Nutzwertanalyse | – | Bewertungsverfahren zum quantitativen Vergleich von Angebotsalternativen |
| NVMe | Non-Volatile Memory Express | Protokoll für den direkten, parallelen Zugriff auf nichtflüchtige Speichergeräte, häufig über PCI Express. |
| Peripheriegerät | – | Ein- oder Ausgabegerät außerhalb der Zentraleinheit (Tastatur, Drucker, Monitor) |
| Pflichtenheft | – | Vom Auftragnehmer erstelltes Dokument: wie eine Anforderung umgesetzt wird |
| RAID | Redundant Array of Independent Disks | Verbund mehrerer Laufwerke. Je nach RAID-Level stehen Ausfallsicherheit, Leistung oder nutzbare Kapazität im Vordergrund. RAID ersetzt kein Backup. |
| RAM | Random Access Memory | Flüchtiger Arbeitsspeicher für aktuell benötigte Programme und Daten. Der Inhalt geht ohne Stromversorgung in der Regel verloren. |
| ROI | Return on Investment | Kennzahl zur Beurteilung der Rentabilität einer Investition; Berechnung und Bezugsgrößen müssen in einer Aufgabe eindeutig festgelegt werden. |
| ROM | Read-Only Memory | Nichtflüchtiger Speicher, dessen Inhalt im normalen Betrieb nur gelesen oder besonders geschrieben wird. |
| SSD | Solid-State Drive | Nichtflüchtiges Speichermedium auf Flash-Basis ohne mechanisch bewegte Teile. |
| TCO | Total Cost of Ownership | Gesamtkosten einer Lösung über ihren betrachteten Lebenszyklus, zum Beispiel Anschaffung, Betrieb, Personal, Wartung und Entsorgung. |
| UEFI | Unified Extensible Firmware Interface | Firmware-Schnittstelle zum Initialisieren der Hardware und Starten des Betriebssystems; moderner Nachfolger des klassischen BIOS. |
| Zentraleinheit (CPU) | Central Processing Unit | Prozessor eines Computers; führt Maschinenbefehle aus und verarbeitet Daten. |
Clients in Netzwerke einbinden
21 Begriffe
| Begriff | Ausgeschrieben | Erklärung und Einordnung |
|---|---|---|
| Backupstrategie | – | Festgelegtes Verfahren für Sicherungsarten, Intervalle, Aufbewahrung, Schutz, Wiederherstellungstests und Verantwortlichkeiten. |
| CIDR | Classless Inter-Domain Routing | Schreibweise und Verfahren zur klassenlosen Adressierung von IP-Netzen, beispielsweise 192.0.2.0/24. |
| Client-Server-Modell | – | Client fragt Dienste an, Server stellt sie bereit |
| Cloud-/Fog-/Edge-Computing | – | Verteilte Rechenmodelle: zentral (Cloud), nutzernah (Edge), dazwischen (Fog) |
| DHCP | Dynamic Host Configuration Protocol | Protokoll zur automatischen Zuweisung von Netzwerkkonfigurationen wie IP-Adresse, Präfix, Gateway und DNS-Server. |
| DNS | Domain Name System | Namensdienst, der unter anderem Domainnamen in IP-Adressen auflöst. |
| Ethernet | – | Verbreiteter Standard für kabelgebundene LANs (IEEE 802.3) |
| IP-Adresse | – | Logische Adresse einer Netzwerkschnittstelle im Internet-Protocol-Umfeld; sie besteht aus einem Netz- und einem Hostanteil. |
| ISO/OSI-Modell | – | 7-Schichten-Referenzmodell für Netzwerkkommunikation |
| LAN | Local Area Network | Local Area Network – räumlich begrenztes Netzwerk |
| MAC-Adresse | Media Access Control Address | Adresse einer Netzwerkschnittstelle auf der Sicherungsschicht; bei Ethernet typischerweise 48 Bit lang. |
| Netzwerktopologie | – | Physische/logische Struktur eines Netzwerks (Stern, Bus, Ring, Mesh) |
| PoE | Power over Ethernet | Versorgung geeigneter Netzwerkgeräte mit Daten und elektrischer Energie über Ethernet-Verkabelung. |
| RAID | Redundant Array of Independent Disks | Verbund mehrerer Laufwerke. Je nach RAID-Level stehen Ausfallsicherheit, Leistung oder nutzbare Kapazität im Vordergrund. RAID ersetzt kein Backup. |
| Router | – | Verbindet IP-Netze und leitet Pakete anhand seiner Routingtabelle zum nächsten Ziel weiter. |
| Strukturierte Verkabelung | – | Standardisiertes, herstellerunabhängiges Verkabelungskonzept für Gebäude |
| Switch | – | Verbindet Geräte in einem lokalen Netz und leitet Ethernet-Frames anhand gelernter MAC-Adressen weiter. |
| TCP/IP | Transmission Control Protocol / Internet Protocol | Protokollfamilie für die Kommunikation im Internet/in Netzwerken |
| USV | Unterbrechungsfreie Stromversorgung (englisch: Uninterruptible Power Supply) | Unterbrechungsfreie Stromversorgung – überbrückt Stromausfälle |
| VLAN | Virtual Local Area Network | Logische Trennung von Layer-2-Netzen innerhalb einer gemeinsam genutzten Switching-Infrastruktur. |
| WLAN | Wireless Local Area Network | Funkbasiertes lokales Netzwerk (IEEE 802.11) |
Schutzbedarfsanalyse im eigenen Arbeitsbereich durchführen
20 Begriffe
| Begriff | Ausgeschrieben | Erklärung und Einordnung |
|---|---|---|
| 3-2-1-Regel | – | Backup-Grundregel: drei Datenkopien, auf zwei unterschiedlichen Medientypen, davon eine räumlich oder logisch getrennt. |
| Authentisierung und Autorisierung | – | Authentisierung prüft eine behauptete Identität; Autorisierung entscheidet anschließend über erlaubte Aktionen. |
| BDSG | Bundesdatenschutzgesetz | Bundesdatenschutzgesetz – nationale Ergänzung zur DSGVO |
| Blocklist/Allowlist | – | Sperr- bzw. Freigabeliste (z. B. für Programme, Webseiten) |
| BSI | Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik | Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik |
| DSGVO | Datenschutz-Grundverordnung | Datenschutz-Grundverordnung – EU-weites Datenschutzrecht |
| Endpoint-Security | – | Schutzmaßnahmen direkt auf Endgeräten (z. B. Virenschutz) |
| Hashfunktion | – | Einwegfunktion, die Daten auf einen Wert fester Länge abbildet; für Passwörter sind spezielle, langsame Passwort-Hashverfahren nötig. |
| Identitätsdiebstahl | – | Missbrauch fremder persönlicher Daten/Identität |
| IT-Grundschutz | – | Methodik und Angebot des BSI zum Aufbau und Betrieb eines Managementsystems für Informationssicherheit. |
| Least Privilege | – | Prinzip, nach dem Identitäten und Prozesse nur die minimal erforderlichen Berechtigungen erhalten. |
| Man-in-the-Middle-Angriff | – | Angreifer schaltet sich unbemerkt in eine Kommunikation ein |
| MFA | Multi-Factor Authentication | Authentisierung mit mindestens zwei Faktoren aus unterschiedlichen Kategorien, zum Beispiel Wissen und Besitz. |
| Risikoanalyse | – | Systematische Bewertung von Bedrohungen und ihren Auswirkungen |
| RPO | Recovery Point Objective | Maximal tolerierbarer Datenverlust, ausgedrückt als Zeitraum zwischen letztem nutzbaren Stand und Ausfall. |
| RTO | Recovery Time Objective | Maximal angestrebte Zeit bis zur Wiederherstellung eines Dienstes nach einem Ausfall. |
| Schutzbedarfsfeststellung | – | Ermittlung, wie schützenswert Informationen/Systeme sind |
| Schutzziele (CIA) | Confidentiality, Integrity, Availability | Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Weitere Schutzziele können je nach Kontext hinzukommen. |
| Social Engineering | – | Manipulation von Personen, um an vertrauliche Informationen zu gelangen |
| TOM | Technische und organisatorische Maßnahmen | Technische und organisatorische Maßnahmen, mit denen personenbezogene Daten angemessen geschützt werden. |
Software zur Verwaltung von Daten anpassen
15 Begriffe
| Begriff | Ausgeschrieben | Erklärung und Einordnung |
|---|---|---|
| ACID | Atomicity, Consistency, Isolation, Durability | Eigenschaften zuverlässiger Datenbanktransaktionen: Atomarität, Konsistenz, Isolation und Dauerhaftigkeit. |
| Algorithmus | – | Endliche, eindeutige Folge von Verarbeitungsschritten zur Lösung einer Aufgabenklasse. |
| API | Application Programming Interface | Definierte Programmierschnittstelle, über die Softwarekomponenten Funktionen oder Daten austauschen. |
| CRUD | Create, Read, Update, Delete | Grundoperationen zum Erstellen, Lesen, Ändern und Löschen persistenter Daten. |
| Dateiformat | – | Struktur, in der Daten in einer Datei gespeichert werden (z. B. CSV, JSON) |
| Datenbanksystem | – | Gesamtheit aus Datenbankmanagementsystem und den verwalteten Datenbanken. |
| Datenstrom | – | Sequenzielle Übertragung von Daten (z. B. beim Dateizugriff) |
| ER-Modell | Entity-Relationship-Modell | Entity-Relationship-Modell – grafische Darstellung von Daten und ihren Beziehungen |
| Exception | – | Ausnahme/Fehler zur Laufzeit eines Programms, die abgefangen werden kann |
| Fremdschlüssel | – | Attribut, das auf einen Schlüssel einer anderen oder derselben Tabelle verweist und Beziehungen abbildet. |
| Normalisierung | – | Strukturierung relationaler Tabellen zur Verringerung von Redundanzen und Änderungsanomalien. |
| Primärschlüssel | – | Eindeutiges Kennzeichen eines Datensatzes in einer Tabelle |
| Relationales Datenmodell | – | Datenmodell mit Tabellen (Relationen), die über Schlüssel verknüpft sind |
| Vorgehensmodell | – | Strukturierter Ablaufplan für Softwareentwicklung (z. B. Wasserfall, Scrum) |
| Zahlensysteme | – | Dual-, Oktal-, Dezimal-, Hexadezimalsystem zur Zahlendarstellung in der IT |
Serviceanfragen bearbeiten
18 Begriffe
| Begriff | Ausgeschrieben | Erklärung und Einordnung |
|---|---|---|
| Deeskalation | – | Strategie zur Entschärfung von Konfliktsituationen im Kundenkontakt |
| DMAIC-Zyklus | Define, Measure, Analyze, Improve, Control | Define-Measure-Analyze-Improve-Control – Prozessverbesserungsmethode (Six Sigma) |
| Eskalation | – | Weiterleitung eines Falls an eine höhere Kompetenz-/Verantwortungsebene |
| Helpdesk | – | Zentrale Anlaufstelle für IT-Serviceanfragen und Störungsmeldungen |
| IMAC/R/D | Install, Move, Add, Change / Remove / Dispose | Install, Move, Add, Change, Remove, Dispose – Standard-Servicearten im IT-Lifecycle |
| Incident-Management | – | Praxis zur möglichst schnellen Wiederherstellung eines vereinbarten Servicezustands nach einer Störung. |
| ITIL | ITIL (historisch: Information Technology Infrastructure Library) | Best-Practice-Rahmenwerk für das Management von IT-Services; keine technische Norm und kein einzelner Prozess. |
| KPI | Key Performance Indicator | Key Performance Indicator – Kennzahl zur Leistungsmessung |
| Managed Services | – | Ausgelagerte, vom Dienstleister dauerhaft betreute IT-Services |
| Monitoring | – | Kontinuierliche Überwachung von Systemen/Diensten |
| MTTR | Mean Time to Restore Service | Mittlere Zeit bis zur Wiederherstellung eines Service; die genaue Definition muss im jeweiligen Messkonzept festgelegt werden. |
| Problem-Management | – | Praxis zur Analyse von Ursachen wiederkehrender oder bedeutender Incidents und zur Verringerung ihrer Auswirkungen. |
| Service Request | – | Standardisierte Nutzeranfrage, etwa nach Information, Zugriff oder einer vorab definierten Leistung. |
| Serviceticket | – | Dokumentierter Vorgang zu einer Service-/Störungsanfrage |
| SLA | Service Level Agreement | Service Level Agreement – vertraglich vereinbartes Service-Niveau |
| SPOC | Single Point of Contact | Single Point of Contact – eine zentrale Ansprechstelle für Kunden |
| Verfügbarkeit | – | Anteil der vereinbarten Zeit, in der ein Service nutzbar ist; Messzeitraum und Ausschlüsse müssen festgelegt sein. |
| Workaround | – | Vorläufige Lösung/Umgehung eines Problems ohne Beseitigung der Ursache |
Cyber-physische Systeme ergänzen
14 Begriffe
| Begriff | Ausgeschrieben | Erklärung und Einordnung |
|---|---|---|
| Aktor | – | Bauteil, das ein Steuersignal in eine physische Wirkung wie Bewegung, Licht oder Wärme umsetzt. |
| Cyber-physisches System (CPS) | Cyber-Physical System | System, das physische Prozesse mit IT-gestützter Steuerung/Vernetzung verbindet |
| Embedded System | – | In ein größeres Produkt eingebettetes Computersystem mit einer festgelegten technischen Aufgabe. |
| FMEA | Failure Mode and Effects Analysis | Failure Mode and Effects Analysis – Methode zur Fehler-/Risikoanalyse |
| Industrie 4.0 | – | Vernetzte, selbststeuernde Produktion mittels CPS |
| IoT | Internet of Things | Internet of Things – Vernetzung physischer Geräte über das Internet |
| LoRaWAN/NB-IoT/SigFox | Long Range Wide Area Network / Narrowband IoT / Sigfox | Funkstandards für energiesparende Fernübertragung (LPWA – Low Power Wide Area) |
| MQTT | MQTT (ursprünglich: MQ Telemetry Transport) | Leichtgewichtiges Publish/Subscribe-Protokoll, das Nachrichten über einen Broker zwischen Clients vermittelt. |
| MQTT-Broker | – | Vermittelt Nachrichten zwischen MQTT-Publishern und -Subscribern |
| OPC UA | Open Platform Communications Unified Architecture | Plattformunabhängiger Standard für Machine-to-Machine-Kommunikation |
| Publish/Subscribe | – | Kommunikationsmuster, bei dem Sender Themen veröffentlichen und Empfänger passende Themen abonnieren. |
| Retrofitting | – | Nachrüsten bestehender Maschinen/Anlagen mit neuer (Vernetzungs-)Technik |
| Sensor | – | Bauteil, das eine physikalische Größe erfasst und in ein auswertbares Signal umwandelt. |
| Zigbee/KNX | – | Funk- bzw. Bus-Standards für Hausautomation/Gebäudetechnik |
Daten systemübergreifend bereitstellen
23 Begriffe
| Begriff | Ausgeschrieben | Erklärung und Einordnung |
|---|---|---|
| Aktivitätsdiagramm | – | UML-Diagramm zur Darstellung von Abläufen/Workflows |
| Anwendungsfalldiagramm | – | UML-Diagramm zur Darstellung von Systemfunktionen aus Nutzersicht (Use Cases) |
| Blackbox-Test | – | Softwaretest ohne Kenntnis der internen Implementierung |
| Data-Warehouse | – | Zentrales System zur Konsolidierung von Daten aus mehreren Quellen für Analysen |
| GUI | Graphical User Interface | Graphical User Interface – grafische Benutzeroberfläche |
| HTTP | Hypertext Transfer Protocol | Anwendungsprotokoll für die Übertragung von Ressourcen zwischen Clients und Servern, insbesondere im Web. |
| JSON | JavaScript Object Notation | Textformat zur strukturierten Darstellung und Übertragung von Daten mit Objekten, Arrays und einfachen Werten. |
| Kapselung | – | Bündelung von Daten und Verhalten in einer Einheit sowie kontrollierter Zugriff über definierte Schnittstellen. |
| Klasse/Objekt | – | Bauplan (Klasse) bzw. konkrete Instanz (Objekt) in der OOP |
| Klassendiagramm | – | UML-Diagramm zur Darstellung von Klassen und ihren Beziehungen |
| MongoDB | – | Dokumentenorientierte NoSQL-Datenbank |
| NoSQL | Not only SQL | Sammelbegriff für nicht ausschließlich relationale Datenbanksysteme, etwa dokumenten-, spalten-, schlüsselwert- oder graphorientierte Systeme. |
| OOP | Objektorientierte Programmierung | Objektorientierte Programmierung – Paradigma mit Klassen, Objekten, Vererbung |
| Polymorphie | – | Gleicher Methodenaufruf verhält sich je nach Objekttyp unterschiedlich |
| REST | Representational State Transfer | Architekturstil für verteilte Systeme. Eine HTTP-API ist nicht automatisch REST-konform. |
| Scrum | – | Agiles Vorgehensmodell mit Sprints, Product Owner, Scrum Master |
| Softwareergonomie | – | Gestaltung von Software nach menschengerechten Bedienkriterien |
| Sprint | – | Fest terminierter Entwicklungsabschnitt in Scrum |
| SQL | Structured Query Language | Structured Query Language – Abfragesprache für relationale Datenbanken |
| Statuscode | – | Dreistellige HTTP-Antwortkennung, die das Ergebnis einer Anfrage klassifiziert, beispielsweise 200 oder 404. |
| UML | Unified Modeling Language | Unified Modeling Language – grafische Modellierungssprache für Software |
| Unittest | – | Test einzelner, isolierter Programmbausteine |
| Vererbung | – | Klasse übernimmt Eigenschaften/Methoden einer anderen Klasse |
Netzwerke und Dienste bereitstellen
15 Begriffe
| Begriff | Ausgeschrieben | Erklärung und Einordnung |
|---|---|---|
| DevOps | Development and Operations | Zusammenarbeit von Entwicklung (Dev) und Betrieb (Ops) mit hohem Automatisierungsgrad |
| DMZ | Demilitarisierte Zone | Separates Netzwerksegment für Systeme mit besonderer Exposition. Regeln begrenzen die Verbindungen zu internen und externen Netzen. |
| Hochverfügbarkeit | – | Architektur und Betriebskonzept zur Verringerung ungeplanter Ausfallzeiten durch Redundanz und kontrolliertes Failover. |
| IPv4/IPv6 | – | Versionen des Internet Protocol mit 32-Bit- beziehungsweise 128-Bit-Adressen. |
| Lichtwellenleiter (LWL) | Lichtwellenleiter | Glasfaserkabel zur Datenübertragung mittels Licht |
| NAT/PAT | Network Address Translation / Port Address Translation | NAT übersetzt Netzwerkadressen; PAT unterscheidet Verbindungen zusätzlich über Portnummern. Beide Verfahren sind nicht mit einer Firewall gleichzusetzen. |
| NGFW | Next-Generation Firewall | Next Generation Firewall – Firewall mit erweiterten Funktionen (z. B. Deep Packet Inspection) |
| Routing | – | Wegewahl für Datenpakete zwischen Netzwerken |
| SDN | Software-Defined Networking | Software Defined Networking – zentral softwaregesteuerte Netzwerksteuerung |
| Standardgateway | – | Router-Adresse, an die ein Host Pakete für Ziele außerhalb direkt erreichbarer Netze sendet. |
| Subnetting | – | Aufteilung eines IP-Netzes in kleinere logische Teilnetze |
| Switching | – | Vermittlung von Datenpaketen innerhalb eines Netzwerksegments |
| TCP/UDP | – | Transportprotokolle: TCP arbeitet verbindungsorientiert und zuverlässig; UDP verbindungslos mit geringerem Protokollaufwand. |
| Virtualisierung | – | Bereitstellung virtueller statt physischer IT-Ressourcen |
| WAN | Wide Area Network | Wide Area Network – Netzwerk über große geografische Entfernungen |
Serverdienste bereitstellen und Administrationsaufgaben automatisieren
14 Begriffe
| Begriff | Ausgeschrieben | Erklärung und Einordnung |
|---|---|---|
| Ansible | – | Werkzeug zur Automatisierung von Konfiguration/Administration (Infrastructure as Code) |
| Container | – | Isolierte Ausführungsumgebung, die typischerweise den Kernel des Hosts mit anderen Containern teilt. Sie ist keine vollständige virtuelle Maschine. |
| DHCP | Dynamic Host Configuration Protocol | Dynamic Host Configuration Protocol (RFC 2131) – automatische Netzwerkkonfiguration von Clients |
| DORA | Discover, Offer, Request, Acknowledge | Discover-Offer-Request-Acknowledge – 4-Wege-Handshake von DHCP |
| Hypervisor | – | Software- oder Firmware-Schicht zum Erstellen und Betreiben virtueller Maschinen. |
| IaC | Infrastructure as Code | Beschreibung und Verwaltung von Infrastruktur durch versionierbare, automatisiert ausführbare Definitionen. |
| Idempotenz | – | Eigenschaft einer Operation, bei wiederholter Ausführung denselben Zielzustand zu erzeugen, ohne unerwünschte Zusatzeffekte. |
| Logging | – | Strukturierte Erfassung relevanter Ereignisse für Betrieb, Fehleranalyse, Nachweis und Sicherheit. |
| SNMP | Simple Network Management Protocol | Simple Network Management Protocol – Überwachung/Steuerung von Netzwerkgeräten |
| Socket | – | Kommunikationsendpunkt, der bei IP-Kommunikation typischerweise durch Protokoll, IP-Adresse und Port bestimmt wird. |
| Virtueller Server | – | Virtuelle Maschine oder virtualisierte Serverinstanz mit zugewiesenen Ressourcen; die konkrete Isolation hängt von der verwendeten Technik ab. |
| VM | Virtual Machine | Softwarebasierte Maschine mit virtualisierter Hardware und eigenem Gastbetriebssystem. |
| Webserver | – | Server, der Webinhalte über HTTP/HTTPS bereitstellt |
| Well-Known-Port | – | Standardisierter Port für einen bekannten Dienst (z. B. 443 = HTTPS) |
Betrieb und Sicherheit vernetzter Systeme gewährleisten
19 Begriffe
| Begriff | Ausgeschrieben | Erklärung und Einordnung |
|---|---|---|
| AAA | Authentication, Authorization, Accounting | Sicherheitsmodell für Authentisierung, Autorisierung und Protokollierung beziehungsweise Abrechnung von Zugriffen. |
| Benutzerverwaltung | – | Verwaltung von Benutzerkonten, Rechten und Rollen (z. B. Active Directory) |
| Firewall | – | Sicherheitskomponente, die Netzwerkverkehr nach Regeln filtert |
| Grundschutz | – | Systematische BSI-Methodik mit Standards, Bausteinen und Umsetzungshinweisen für Informationssicherheit. |
| Gruppenrichtlinie | – | Zentral verwaltete Konfigurations-/Sicherheitsvorgaben (z. B. in Active Directory) |
| Identitätsmanagement | – | Verwaltung digitaler Identitäten und ihrer Zugriffsrechte |
| IDS/IPS | Intrusion Detection System / Intrusion Prevention System | IDS erkennt verdächtige Aktivitäten; IPS kann zusätzlich automatisiert eingreifen oder Verkehr blockieren. |
| ISO 27001 | ISO/IEC 27001 | Internationale Norm mit Anforderungen an ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS). |
| Load Balancing | – | Verteilung von Anfragen/Last auf mehrere Systeme |
| PKI | Public Key Infrastructure | Infrastruktur aus Rollen, Verfahren und Technik zum Ausstellen, Prüfen, Verteilen und Sperren digitaler Zertifikate. |
| RBAC | Role-Based Access Control | Berechtigungsmodell, bei dem Rechte Rollen zugeordnet und Benutzer passenden Rollen zugewiesen werden. |
| Sicherheitsgruppe | – | Gruppierung von Benutzern/Objekten zur gemeinsamen Rechtevergabe |
| SIEM | Security Information and Event Management | System zur zentralen Sammlung, Korrelation und Auswertung sicherheitsrelevanter Ereignisse. |
| TLS | Transport Layer Security | Kryptografisches Protokoll zum Schutz von Verbindungen hinsichtlich Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität. |
| TOM | Technische und organisatorische Maßnahmen | Technische und organisatorische Maßnahmen, mit denen personenbezogene Daten angemessen geschützt werden. |
| Verschlüsselung | – | Umwandlung von Daten, sodass sie nur mit Schlüssel lesbar sind |
| VPN | Virtual Private Network | Logisch geschützte Verbindung über ein anderes Netz. Sicherheit hängt unter anderem von Protokoll, Kryptografie, Schlüsseln und Endpunkten ab. |
| Zero Trust | – | Sicherheitsansatz, der Zugriffe fortlaufend anhand von Identität, Gerätezustand, Kontext und minimalen Rechten bewertet. |
| Zertifikatsmanagement | – | Ausstellung, Verteilung und Verwaltung digitaler Zertifikate (PKI) |
Kundenspezifische Systemintegration durchführen
12 Begriffe
| Begriff | Ausgeschrieben | Erklärung und Einordnung |
|---|---|---|
| Abnahmekriterium | – | Vorab festgelegte, überprüfbare Bedingung, anhand derer eine Leistung akzeptiert oder zurückgewiesen wird. |
| Fachgespräch | – | Teil des FISI-Projektprüfungsbereichs in Teil 2. Es folgt auf die Präsentation und bezieht sich auf Projekt, Vorgehen und Ergebnisse. |
| Ist-/Soll-Vergleich | – | Abgleich des tatsächlichen mit dem geplanten Projektergebnis |
| Lastenheft/Pflichtenheft | – | Das Lastenheft beschreibt aus Auftraggebersicht, was benötigt wird; das Pflichtenheft beschreibt aus Auftragnehmersicht, wie die Anforderungen umgesetzt werden. |
| Meilenstein | – | Definierter Zwischenpunkt/Teilziel im Projektverlauf |
| Projekt | – | Einzelvorhaben mit definiertem Anfang/Ende und einmaligen Bedingungen |
| Projektleiter | – | Verantwortlich für Planung, Steuerung und Erfolg eines Projekts |
| Projektdokumentation | – | Nachvollziehbare Darstellung von Ausgangslage, Entscheidungen, Planung, Umsetzung, Tests, Wirtschaftlichkeit und Ergebnis. |
| Reflexion | – | Kritische Bewertung von Vorgehen und Ergebnis mit nachvollziehbaren Schlussfolgerungen und Verbesserungsmöglichkeiten. |
| Risiko | – | Unsicheres Ereignis, das bei Eintritt Ziele positiv oder negativ beeinflussen kann; bewertet werden typischerweise Wahrscheinlichkeit und Auswirkung. |
| Stakeholder | – | Person oder Gruppe, die das Projekt beeinflusst, davon betroffen ist oder ein begründetes Interesse daran hat. |
| Änderungsantrag | – | Dokumentierter Vorschlag, Umfang, Termin, Kosten oder Qualität eines Projekts kontrolliert zu ändern. |
Abgrenzung und Nachweise
Verwendete Grundlagen
Die ursprüngliche Word-Datei wurde als Arbeitsgrundlage verwendet. Prüfungsstruktur und Lernfeldzuordnung wurden anhand amtlicher Veröffentlichungen berichtigt.
- Fachinformatikerausbildungsverordnung (FIAusbV)Prüfungsaufbau, Prüfungszeiten und Gewichtung
- KMK-Rahmenlehrplan Fachinformatiker/-inBezeichnungen und Abgrenzung der Lernfelder
- BSI IT-GrundschutzEinordnung von IT-Grundschutz und Informationssicherheit
Die Begriffserklärungen sind Lernhilfen und keine vollständige Wiedergabe von Normen, Gesetzen oder Prüfungsaufgaben.