DAA IT-Umschulung
Am Schülerprojekt mitarbeiten

Du möchtest an diesem Portal mitarbeiten, eigene Ideen einbringen oder bestehende Funktionen verbessern? Dann melde dich bei Steve oder Nils.

Perfekte Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wichtig sind sorgfältiges Arbeiten, Lernbereitschaft und ein verantwortungsvoller Umgang mit dem System.

Hilfreiche Kenntnisse

  • Grundlagen in HTML und CSS
  • erste Erfahrungen mit JavaScript
  • für erweiterte Arbeiten: PHP, Twig und Grav CMS
  • Grundlagen in Linux, SSH und Dateiberechtigungen
  • Verständnis für Webserver, Netzwerke und IT-Sicherheit
  • saubere Dokumentation und nachvollziehbare Tests

Das ist nicht erlaubt

  • Änderungen ohne vorherige Absprache oder ungesichert direkt am laufenden System
  • Weitergabe von Passwörtern, Zugangsdaten oder Sicherheitsschlüsseln
  • Umgehung von Benutzerrechten oder Zugriffsbeschränkungen
  • eigenständige Änderungen an Proxmox, Containern, Netzwerk oder Firewall
  • Installation zusätzlicher Dienste oder Öffnung neuer Ports ohne Freigabe
  • Löschen oder Verändern fremder Inhalte, Benutzerkonten oder Backups
  • Einbau von Trackern, Werbung oder externen Skripten ohne Prüfung
  • Hochladen personenbezogener, rechtswidriger oder urheberrechtlich nicht freigegebener Inhalte
  • Nutzung des Portals für Angriffe, Portscans oder andere unerlaubte Sicherheitstests

Alle Beiträge müssen zum Lern- und Projektzweck passen. Sicherheit, Datenschutz und Stabilität haben Vorrang.

FISI-Rechenhilfe und Formelsammlung
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Nachschlagewerk · FISI-Prüfungsvorbereitung

FISI-Rechenhilfe und Formelsammlung

Formeln nicht nur abschreiben, sondern Einheiten, Voraussetzungen und typische Fehler verstehen.

62 Rechen- und Merkkarten 12 Themenbereiche · LF01 bis LF12b · Stand 17.09.2026

Schülerprojekt – keine offizielle Unterlage der DAA oder einer IHK. Aufgabenstellung und zugelassene Hilfsmittel sind im Zweifel maßgeblich.

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Passende Rechenhilfe finden

62 Karten werden angezeigt.

Gegenüber der Arbeitsgrundlage berichtigt

Wichtige Präzisierungen

  • ASCII ist ein 7-Bit-Zeichensatz. Ein ASCII-Zeichen wird in üblichen Systemen in einem Byte gespeichert; UTF-8 benötigt je nach Zeichen ein bis vier Byte.
  • Die IPv4-Formel 2^h - 2 gilt für klassische Subnetze mit Netz- und Broadcastadresse. /31 auf Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und /32 sind gesonderte Fälle.
  • RAID 10 garantiert bei gespiegelten Paaren den Ausfall einer beliebigen Platte; mehrere Ausfälle sind nur dann überlebbar, wenn nie beide Platten desselben Spiegelpaars ausfallen.
  • Das Archivbit ist kein allgemeines Merkmal moderner Sicherungsprogramme. Voll-, inkrementelle und differentielle Sicherungen werden deshalb inhaltlich statt über ein bestimmtes Betriebssystembit erklärt.
  • Signalausbreitung ist medienabhängig. 200.000 km/s ist eine brauchbare Näherung, aber kein für jedes Kupfer- oder Glasfaserkabel fester Wert.
  • Formeln für Wechsel- und Drehstrom gelten nur unter den jeweils genannten Bedingungen, etwa sinusförmige Größen und symmetrische Belastung.
01

Mathematische Grundlagen

Prozentrechnung, Dreisatz und Mittelwerte sicher anwenden.

LF01LF02LF06LF12b

Prozentwert

W = G × p / 100

Variablen
W = Prozentwert, G = Grundwert, p = Prozentsatz
Beispiel
15 % von 800 €: W = 800 × 15 / 100 = 120 €.

Hinweis: Alle Größen müssen sich auf denselben Grundwert beziehen.

Prozentsatz

p = W / G × 100

Variablen
p in Prozent, W = Anteil, G = Grundwert
Beispiel
120 von 800: p = 120 / 800 × 100 = 15 %.

Grundwert

G = W × 100 / p

Variablen
G = Gesamtwert, W = Prozentwert, p = Prozentsatz
Beispiel
120 € entsprechen 15 %: G = 120 × 100 / 15 = 800 €.

Im-Hundert-Rechnung

Ausgangswert = Restwert / (1 - Abzugssatz)

Variablen
Abzugssatz als Dezimalzahl, z. B. 2 % = 0,02
Beispiel
Barverkaufspreis 980 € nach 2 % Skonto: Zielverkaufspreis = 980 / 0,98 = 1.000 €.

Stolperfalle: Nicht einfach 2 % auf 980 € aufschlagen: Die Bezugsbasis wäre falsch.

Proportionaler und antiproportionaler Dreisatz

proportional: y₂ = y₁ × x₂ / x₁ | antiproportional: y₂ = y₁ × x₁ / x₂

Variablen
Proportional: mehr führt zu mehr. Antiproportional: mehr führt zu weniger.
Beispiel
4 Techniker benötigen 6 h; idealisiert benötigen 6 Techniker 4 h: 6 × 4 / 6 = 4 h.

Stolperfalle: Antiproportionalität gilt nur, wenn die Arbeit tatsächlich gleichmäßig teilbar ist.

02

Wirtschaftlichkeit und Kalkulation

Kosten, Preise, Deckungsbeitrag und Investitionen beurteilen.

LF01LF02LF06LF12b

Deckungsbeitrag

DB je Stück = Verkaufspreis - variable Kosten

Variablen
DB = Beitrag zur Deckung der Fixkosten
Beispiel
120 € Verkaufspreis - 70 € variable Kosten = 50 € DB.

Break-even-Menge

x_BE = Fixkosten / DB je Stück

Variablen
Ergebnis auf eine real verkaufbare ganze Einheit aufrunden
Beispiel
10.000 € / 50 € = 200 Stück.

Stolperfalle: Ist das Ergebnis nicht ganzzahlig, liegt der erste Gewinn erst bei der nächsten ganzen Einheit vor.

Return on Investment

ROI = Gewinn / eingesetztes Kapital × 100 %

Variablen
Gewinn und Kapital müssen denselben Betrachtungszeitraum haben
Beispiel
12.000 € Gewinn bei 80.000 € Kapital: ROI = 15 %.

Statische Amortisationsdauer

t_A = Investition / jährlicher Rückfluss

Variablen
jährlicher Rückfluss häufig = Gewinn + kalkulatorische Abschreibung
Beispiel
60.000 € / 15.000 € pro Jahr = 4 Jahre.

Stolperfalle: Nur sinnvoll, wenn die Rückflüsse näherungsweise konstant sind.

Lineare Abschreibung

AfA pro Jahr = (Anschaffungswert - Restwert) / Nutzungsdauer

Variablen
Nutzungsdauer in Jahren
Beispiel
12.000 € ohne Restwert über 4 Jahre: 3.000 € pro Jahr.

Bezugskalkulation

Bezugspreis = Listeneinkaufspreis - Rabatt - Skonto + Bezugskosten

Variablen
Rabatt und Skonto jeweils von ihrer korrekten Bezugsbasis berechnen
Beispiel
Die Zwischensummen nacheinander bilden; Prozentabzüge nicht zusammenaddieren.

Verkaufskalkulation

Selbstkosten + Gewinn = Barverkaufspreis; Barpreis / (1 - Skonto) = Zielpreis; Zielpreis / (1 - Rabatt) = Listenpreis netto

Variablen
Skonto- und Rabattsätze als Dezimalzahlen
Beispiel
Bei 2 % Skonto wird durch 0,98 geteilt; bei 10 % Rabatt anschließend durch 0,90.

Total Cost of Ownership

TCO = Anschaffung + Einführung + Betrieb + Wartung + Energie + Schulung + Entsorgung

Variablen
Alle Kosten auf denselben Zeitraum beziehen
Beispiel
Bei Alternativen nicht nur den Kaufpreis, sondern den gesamten Lebenszyklus vergleichen.
03

Zahlensysteme und Codierung

Binär, dezimal und hexadezimal ohne Begriffsfehler umrechnen.

LF02LF03LF05LF07

Stellenwertsystem

Wert = Σ(Zifferᵢ × Basisⁱ)

Variablen
i beginnt rechts bei 0
Beispiel
1011₂ = 1×2³ + 0×2² + 1×2¹ + 1×2⁰ = 11₁₀.

Darstellbare Kombinationen

Anzahl = 2ⁿ

Variablen
n = Anzahl der Bits
Beispiel
8 Bit ergeben 256 Kombinationen.

Wertebereich ohne Vorzeichen

0 bis 2ⁿ - 1

Variablen
n = Bitbreite
Beispiel
8 Bit unsigned: 0 bis 255.

Zweierkomplement

-2ⁿ⁻¹ bis 2ⁿ⁻¹ - 1

Variablen
n = Bitbreite eines vorzeichenbehafteten Ganzzahltyps
Beispiel
8 Bit signed: -128 bis +127.

ASCII und UTF-8

ASCII: 7 Bit Codeumfang; UTF-8: 1 bis 4 Byte je Unicode-Codepunkt

Variablen
Tatsächlicher Speicherbedarf hängt von Codierung und Zeichen ab
Beispiel
Englische ASCII-Zeichen belegen in UTF-8 je 1 Byte; viele andere Zeichen benötigen mehr.

Stolperfalle: Nicht pauschal jedes Textzeichen mit genau einem Byte ansetzen.

04

Speicher, RAID und Datensicherung

Kapazitäten korrekt umrechnen und Redundanz realistisch bewerten.

LF02LF08LF10bLF11b

Dezimale und binäre Einheiten

1 kB = 10³ B; 1 MB = 10⁶ B; 1 KiB = 2¹⁰ B; 1 MiB = 2²⁰ B

Variablen
Herstellerkapazität meist dezimal, Betriebssystemanzeige teils binär
Beispiel
1 TB = 1.000.000.000.000 B ≈ 0,909 TiB.

RAID 0

Nutzkapazität = n × c

Variablen
n = Plattenanzahl, c = Kapazität der kleinsten Platte
Beispiel
4 × 2 TB = 8 TB nutzbar; keine Redundanz.

Stolperfalle: RAID 0 ist keine Datensicherung.

RAID 1

Nutzkapazität eines n-fachen Spiegels = c

Variablen
Alle Mitglieder enthalten denselben Datenbestand
Beispiel
2 × 4 TB gespiegelt = 4 TB nutzbar; eine Platte darf ausfallen.

RAID 5 und RAID 6

RAID 5: (n - 1) × c | RAID 6: (n - 2) × c

Variablen
Mindestanzahl: RAID 5 drei, RAID 6 vier Platten
Beispiel
6 × 4 TB in RAID 6 = 16 TB nutzbar; zwei Platten dürfen ausfallen.

RAID 10

Nutzkapazität = n / 2 × c

Variablen
Üblicherweise gerade Plattenanzahl und gespiegelte Paare
Beispiel
6 × 2 TB = 6 TB nutzbar.

Stolperfalle: Garantiert ist der Ausfall einer beliebigen Platte. Weitere Ausfälle sind nur tolerierbar, wenn kein Spiegelpaar vollständig verloren geht.

Sicherungsvolumen abschätzen

Volumen ≈ Vollsicherungen × Vollvolumen + Änderungen × Änderungsvolumen

Variablen
Kompression, Deduplizierung, Aufbewahrung und Wachstum separat berücksichtigen
Beispiel
1 Vollbackup à 2 TB plus 6 tägliche Änderungen à 100 GB ≈ 2,6 TB vor Reserve.

Stolperfalle: Voll, inkrementell und differentiell beschreiben die Datenbasis; ein Archivbit ist nicht zwingend beteiligt.

05

Datenübertragung und Leistung

Datenmenge, Durchsatz, Effizienz und Laufzeit zusammenführen.

LF03LF07LF08LF09LF11b

Übertragungszeit

t = Datenmenge in Bit / Nettodatenrate in bit/s

Variablen
Byte vor der Division mit 8 in Bit umrechnen
Beispiel
1 GiB über netto 100 Mbit/s: 1.073.741.824 × 8 / 100.000.000 ≈ 85,9 s.

Netto- und Bruttodatenrate

Netto = Brutto × Nutzdatenanteil

Variablen
Nutzdatenanteil = 1 - Overheadanteil
Beispiel
1 Gbit/s brutto bei 90 % Nutzdatenanteil = 900 Mbit/s netto.

Übertragungseffizienz

η = Nutzdaten / Gesamtdaten × 100 %

Variablen
Gesamtdaten umfassen alle berücksichtigten Header und Zusatzdaten
Beispiel
1.400 Byte Nutzlast in 1.438 Byte betrachteter Rahmengröße: η ≈ 97,36 %.

Signallaufzeit

t_prop = Entfernung / Ausbreitungsgeschwindigkeit

Variablen
Geschwindigkeit ist medienabhängig; als Näherung oft etwa 2 × 10⁸ m/s
Beispiel
1.000 km bei 2 × 10⁸ m/s: etwa 5 ms je Richtung.

Stolperfalle: Routing, Verarbeitung, Warteschlangen und Rückweg kommen zusätzlich hinzu.

Bandbreiten-Laufzeit-Produkt

BDP = Datenrate × Round-Trip Time

Variablen
Einheiten konsistent halten; Ergebnis ist Datenmenge in Bit oder Byte
Beispiel
100 Mbit/s × 0,04 s = 4 Mbit = 500 kB Daten gleichzeitig auf dem Weg.
06

IPv4, CIDR und Subnetting

Netz-, Host- und Präfixgrößen einschließlich Sonderfällen berechnen.

LF03LF09LF11bLF12b

Hostbits

h = 32 - Präfixlänge

Variablen
IPv4-Adressen besitzen insgesamt 32 Bit
Beispiel
/26: h = 32 - 26 = 6 Hostbits.

Adressen je Subnetz

Adressen = 2ʰ

Variablen
h = Hostbits
Beispiel
/26: 2⁶ = 64 Adressen insgesamt.

Nutzbare Hosts im klassischen Subnetz

Hosts = 2ʰ - 2

Variablen
Abzug für Netz- und Broadcastadresse
Beispiel
/26: 64 - 2 = 62 nutzbare Hosts.

Stolperfalle: Nicht für /31-Punkt-zu-Punkt-Netze und /32-Hostrouten verwenden.

Sonderfälle /31 und /32

/31 Punkt-zu-Punkt: 2 Endpunkte | /32: genau 1 Adresse

Variablen
Bei /31 nach RFC 3021 werden beide Adressen als Endpunkte verwendet
Beispiel
192.0.2.0/31 umfasst die Endpunkte 192.0.2.0 und 192.0.2.1.

Präfix für benötigte Hosts

h = ⌈log₂(benötigte Hosts + 2)⌉; Präfix = 32 - h

Variablen
Für klassische Subnetze; immer auf ganze Hostbits aufrunden
Beispiel
50 Hosts: h = 6, daher /26 mit 62 nutzbaren Hosts.

Anzahl gleich großer Teilnetze

Teilnetze = 2^(neuer Präfix - alter Präfix)

Variablen
Der neue Präfix ist länger
Beispiel
/24 in /27 aufteilen: 2³ = 8 Teilnetze.

Blockgröße und Wildcard

Blockgröße im interessierenden Oktett = 256 - Maskenwert | Wildcard = 255.255.255.255 - Subnetzmaske

Variablen
Oktettweise rechnen
Beispiel
/27: Maske 255.255.255.224, Blockgröße 32, Wildcard 0.0.0.31.
07

IPv6 und Präfixplanung

128-Bit-Adressen und /64-Teilnetze richtig dimensionieren.

LF03LF09LF11bLF12b

IPv6-Adressraum eines Präfixes

Adressen = 2^(128 - Präfixlänge)

Variablen
IPv6 besitzt 128 Bit; die Zahl ist meist nur theoretisch relevant
Beispiel
/64 enthält 2⁶⁴ Adressen.

Anzahl der /64-Subnetze

Subnetze = 2^(64 - Zuteilungspräfix)

Variablen
Gilt beim Aufteilen einer Zuteilung in /64-Netze
Beispiel
/56 nach /64: 2⁸ = 256 Subnetze.

IPv6-Kurzschreibweise

Führende Nullen je Hextett entfernen; genau eine längste Nullfolge mit :: kürzen

Variablen
Ein Hextett umfasst 16 Bit beziehungsweise vier Hexziffern
Beispiel
2001:0db8:0000:0000:0000:0000:0000:0010 → 2001:db8::10.

Stolperfalle: :: darf innerhalb einer Adresse nur einmal verwendet werden.

08

Elektrotechnik, Energie und USV

Leistung, Energie, Leistungsfaktor und Betriebskosten berechnen.

LF02LF07LF09LF12b

Ohmsches Gesetz

U = R × I | I = U / R | R = U / I

Variablen
U in Volt, R in Ohm, I in Ampere
Beispiel
12 V / 6 Ω = 2 A.

Elektrische Wirkleistung

P = U × I

Variablen
Für Gleichstrom und rein ohmsche Verbraucher; P in Watt
Beispiel
230 V × 2 A = 460 W.

Energieverbrauch

E = P × t

Variablen
P in kW und t in h ergibt E in kWh
Beispiel
0,5 kW × 24 h = 12 kWh.

Energiekosten

Kosten = Leistung in kW × Betriebsstunden × Preis je kWh

Variablen
Für Jahreswerte die tatsächlichen Betriebsstunden verwenden
Beispiel
0,4 kW × 8.760 h × 0,30 €/kWh = 1.051,20 € pro Jahr.

Schein-, Wirk- und Blindleistung

S = U × I | P = S × cos φ | Q = √(S² - P²)

Variablen
S in VA, P in W, Q in var; sinusförmiger Einphasenwechselstrom
Beispiel
S = 1.000 VA und cos φ = 0,8 ergeben P = 800 W.

Drehstrom-Wirkleistung

P = √3 × U_L × I_L × cos φ

Variablen
Für symmetrische dreiphasige Belastung; Leitergrößen verwenden
Beispiel
400 V × 10 A × 1,732 × 0,9 ≈ 6,24 kW.

Vereinfachte USV-Laufzeit

t ≈ Batterieenergie in Wh × Wirkungsgrad / Last in W

Variablen
Batterieenergie näherungsweise Spannung × Ah; reale Kennlinie beachten
Beispiel
480 Wh × 0,85 / 300 W ≈ 1,36 h theoretisch.

Stolperfalle: Herstellerkurven sind genauer, weil Entladestrom, Alter und Temperatur die Laufzeit beeinflussen.

Power Usage Effectiveness

PUE = Gesamtenergie Rechenzentrum / Energie der IT-Systeme

Variablen
PUE ist dimensionslos und mindestens 1
Beispiel
150 kW gesamt / 100 kW IT = PUE 1,5.
09

Verfügbarkeit, SLA und Wiederanlauf

Ausfallzeiten und Redundanz mit klaren Annahmen bewerten.

LF06LF09LF10bLF11bLF12b

Technische Verfügbarkeit

A = MTBF / (MTBF + MTTR) × 100 %

Variablen
MTBF = mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen, MTTR = mittlere Reparaturdauer
Beispiel
MTBF 1.000 h, MTTR 2 h: A ≈ 99,800 %.

Zulässige Ausfallzeit

Ausfallzeit = Betrachtungszeit × (1 - A)

Variablen
A als Dezimalzahl, z. B. 99,9 % = 0,999
Beispiel
99,9 % im 365-Tage-Jahr: 8.760 h × 0,001 = 8,76 h.

Verfügbarkeit einer Reihenschaltung

A_gesamt = A₁ × A₂ × … × Aₙ

Variablen
Alle Komponenten müssen funktionieren; Unabhängigkeit angenommen
Beispiel
Zwei notwendige Komponenten mit je 99,9 %: 0,999² ≈ 99,8001 %.

Redundante Parallelschaltung

A_gesamt = 1 - (1 - A₁) × (1 - A₂) × …

Variablen
Mindestens eine Komponente genügt; unabhängige Ausfälle angenommen
Beispiel
Zwei unabhängige Systeme mit je 99 %: 1 - 0,01² = 99,99 %.

Stolperfalle: Gemeinsame Fehlerursachen können den rechnerischen Vorteil aufheben.

RTO und RPO

RTO = maximal tolerierte Wiederanlaufzeit | RPO = maximal tolerierter Datenverlust in Zeit

Variablen
RTO beeinflusst Wiederherstellungsverfahren, RPO die Sicherungsfrequenz
Beispiel
RPO 4 h bedeutet: höchstens vier Stunden Datenstand dürfen verloren gehen.
10

IT-Sicherheit und Risiko

Risiken bewerten und Größenordnungen bei Zugangsdaten einordnen.

LF04LF09LF11bLF12b

Risikowert

Risiko = Eintrittswahrscheinlichkeit × Schadensausmaß

Variablen
Beide Skalen müssen vorab definiert und konsistent verwendet werden
Beispiel
Wahrscheinlichkeit 3 von 5 × Schaden 4 von 5 = Risikowert 12 von 25.

Stolperfalle: Ein Risikowert ist nur innerhalb desselben Bewertungsmodells vergleichbar.

Annualisierte Verlustgröße

SLE = Anlagenwert × Schadensfaktor | ALE = SLE × jährliche Eintrittsrate

Variablen
SLE = Verlust je Ereignis, ALE = erwarteter Jahresverlust
Beispiel
50.000 € × 40 % = 20.000 € SLE; bei 0,2 Ereignissen/Jahr = 4.000 € ALE.

Idealisierte Passwortentropie

H = L × log₂(N)

Variablen
L = Länge, N = gleichwahrscheinlich zufällig verwendete Zeichen
Beispiel
12 zufällige Zeichen aus 62 Zeichen: H ≈ 71,5 Bit.

Stolperfalle: Für menschlich gewählte Passwörter überschätzt diese Formel die tatsächliche Stärke häufig deutlich.

Brute-Force-Zeit

Maximalzeit = Suchraum / Versuche je Sekunde; Erwartungswert idealisiert ≈ Hälfte

Variablen
Online-Schutzmaßnahmen und langsame Passwort-Hashes verändern die Rate stark
Beispiel
2⁴⁰ Möglichkeiten bei 10⁶ Versuchen/s: maximal rund 12,7 Tage.
11

Daten, Kapazität und Projektplanung

Datenvolumen, Aufwand und Reserven transparent dimensionieren.

LF05LF06LF08LF10bLF12b

Datenvolumen von Datensätzen

Volumen ≈ Datensatzanzahl × mittlere Datensatzgröße

Variablen
Indizes, Metadaten, Replikation und Wachstum zusätzlich berücksichtigen
Beispiel
5 Mio. Datensätze × 800 B ≈ 4 GB Rohdaten.

Kapazität mit Wachstum

Endwert = Anfangswert × (1 + Wachstumsrate)^Perioden

Variablen
Wachstumsrate als Dezimalzahl
Beispiel
10 TB bei 20 % jährlich über 3 Jahre: 10 × 1,2³ = 17,28 TB.

Aufwand und Dauer

Aufwand = Personen × Zeit | Dauer = Aufwand / verfügbare Personen

Variablen
Nur bei sinnvoll parallelisierbaren Tätigkeiten
Beispiel
40 Personenstunden bei zwei voll verfügbaren Personen: idealisiert 20 Stunden Dauer.

Auslastung

Auslastung = belegte Kapazität / Gesamtkapazität × 100 %

Variablen
Kapazitätsart und Zeitraum eindeutig angeben
Beispiel
6 TB von 8 TB belegt = 75 %.

Stolperfalle: Technische Reserve und Wachstum nicht bis 100 % verplanen.

12

Prüfungsergebnis und Plausibilitätskontrolle

Gewichtete Ergebnisse korrekt berechnen und Lösungen prüfen.

LF01LF06LF12b

Gewichtetes Gesamtergebnis

Gesamtpunkte = Σ(Einzelpunkte × Gewicht)

Variablen
Gewichte als Dezimalzahlen; Summe der Gewichte muss 1 ergeben
Beispiel
80 Punkte × 0,20 + 70 × 0,50 + 60 × 0,10 + 75 × 0,10 + 65 × 0,10 = 71 Punkte.

Einheiten- und Größenkontrolle

Einheiten kürzen, Ergebnisdimension prüfen, Größenordnung überschlagen

Variablen
Rechenweg mit Einheit in jeder Zeile dokumentieren
Beispiel
Byte ÷ Byte/s muss Sekunden ergeben; ein Prozentwert muss zur Bezugsgröße passen.

Stolperfalle: Ein rechnerisch ausgegebener Wert ist ohne passende Einheit und Bezugsbasis nicht vollständig.

Plausibilitätskontrolle

Gewichtung der FISI-Abschlussprüfung

Die Gewichtung dient nur zum Nachrechnen eines Gesamtergebnisses. Verbindlich bleibt die geltende Prüfungsordnung.

Teil 120 %

Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes

Teil 250 %

Planen und Umsetzen eines Projektes der Systemintegration

Teil 210 %

Konzeption und Administration von IT-Systemen

Teil 210 %

Analyse und Entwicklung von Netzwerken

Teil 210 %

Wirtschafts- und Sozialkunde

Abgrenzung und Nachweise

Grundlagen der Überarbeitung

Die bereitgestellte PDF diente als Arbeitsgrundlage. Texte, Struktur, Beispiele und Ergänzungen wurden für diese Lernhilfe neu aufgebaut.